Alter Schwede - coole Freizeit!

Die Evangelische Jugend war in den Sommerferien wieder zwei Wochen unterwegs in der Ferne - diesmal in Schweden, ca. 100 km nord-westlich von Göteborg an einem großen See und nicht weit entfernt von der Scheren-Küste. Mit dabei waren 35 Jugendliche von 13 bis 16 Jahre und ein Team aus sieben Jugendgruppenleitern unter der Leitung von Diakon Andreas Bergmann. Unterstützt wurden sie von den Küchenfeen Gitti und Heidi, die schon seit einigen Jahren mit viel Erfolg die Küche auf den Freizeiten managen.

Mit dem Bus über Fähren angereist, waren wir in einem großen Anwesen untergebracht, das neben einem großen Gelände mit Wiesen, Beachvolleyball-Feld und Lagerfeuerstelle auch etliche Nebengebäude beinhaltete. So hatten wir für unsere Gruppen-Events eine eigene kleine Kirche zur Verfügung, in der sowohl stimmungsvolle Abendandachten und Gottesdienst als auch Quizshow, Kinonacht und Fernseh-Zapping-Show Platz fanden.

Letztere war ein buntes Ergebnis der Ideen von den Teilnehmenden, die je Zimmer ein Fernsehprogramm live auf der Bühne gestalteten. Dabei heraus kamen Dinge, wie eine eigene Freizeit Doku, ein Krimi, ein Märchen und lustige Werbespots. Überhaupt war das Besondere dieser Freizeit-Gruppe die gute Stimmung untereinander und die kreativen Eigeninitiativen, die daraus entstanden. So gingen einige Programmpunkte ganz auf das Konto der Teilnehmenden. Aus einem spontanen Rollenspiel entstand so eine einberufene Gerichtsverhandlung, bei der ein gespielter Familienstreit beigelegt werden musste und Teilnehmende sich als Anwalt oder Zeuge schön aufgemacht ins Zeug legten. Auf der Rückfahrt organisierten die Teilnehmenden völlig eigenständig eine stimmungsvolle Bus-Abendandacht. Über Bordmikro und mit eigenen Texten und Gebeten wird sie allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.

Neben der Gemeinschaft war ein anderes Highlight der nahe gelegene große See. Hier standen uns fünf Kanus zur Verfügung und ein langer Sandstrand lud zu sonniger Entspannung und kühlem Wasserspaß ein. Natürlich wurden mit den Kanus auch weiter entfernt gelegene Plätze erkundet und dabei unter anderem eine Insel entdeckt. In der Mitte der Zeit sorgte ein Tagesausflug nach Göteborg für Abwechslung. Nicht gut hatte es die Mobilität dieses Jahr mit der Gruppe gemeint. Schon auf der Hinfahrt sorgte eine Buspanne dafür, dass die Freizeit erst viele Stunden später als geplant das Haus erreichte. Während eines Ausflugs mit einer Kleingruppe in dem dafür geliehenen Bulli versagte dann auch dieser und die Gruppe musste mit einem Taxi zurückgebracht werden. Aber auch solche Erlebnisse wurden als Abenteuer verbucht und das beste daraus gemacht. Die Buspanne sorgte dafür, dass das Kennenlern-Programm einfach vor dem noch aus der Motorklappe dampfenden Bus stattfand. Dann noch ein Besuch beim nahegelegenen großen "M" und die Stimmung war wieder im Lot.

Am letzten Abend bekamen alle Teilnehmenden für ihren ganz individuellen Beitrag zur Gemeinschaft feierlich einen Oscar überreicht. Die Teilnehmenden hatten füreinander kleine Filmsequenzen gedreht, aus denen der Grund für den Oscar hervorging. Lasse bekam den Oscar z. B. für seine außergewöhnliche Handgestenbegleitung der gesungenen Lieder - was in der Szene gut zum Ausdruck kam und für viel Heiterkeit sorgte.

Insgesamt war es eine gute Mischung aus toller Gegend, guter Gemeinschaft, erlebnisreichen Angeboten und besinnlichen Momenten, die die Freizeit ausmachte. Und das gute Essen der Küchenfeen - da waren sich alle einig - tat sein Übriges dazu. Nächstes Jahr geht es die letzten zwei Wochen der Sommerferien nach Südfrankreich in die Tarnschlucht. Viele der Teilnehmenden werden nach eigenem Bekunden da wieder mit dabei sein.